Drei Jahre, drei Siege: Der #7 Porsche Penske 963 gewinnt die Rolex 24 auch 2026 und macht damit den Hattrick perfekt — +1,6 s vor dem Cadillac #31 auf gleicher Runde, dahinter der BMW #24. Mit 705 Führungsrunden fiel die Distanz kürzer aus als in den Vorjahren, ein Hinweis auf eine cautionreiche, unterbrochene Ausgabe.
Pace-Paradox, aufgelöst — und doch Porsche
2026 liegen Porsche und Cadillac im GTP-Pace-Ranking mit 214,1 km/h gleichauf an der Spitze, vor Acura (214,0). Erstmals stellt Porsche damit (gemeinsam) das schnellste Auto und den Sieger. Der Hattrick ruht also nicht mehr nur auf Standfestigkeit, sondern zunehmend auch auf Spitzen-Pace — die Penske-Mannschaft hat die letzte Lücke geschlossen.
Das offenste Finale der Serie
Daytona 2026 war bis zum Schluss umkämpft: Die Positionsstabilität in der letzten Stunde fällt auf 50 % — der niedrigste Wert aller sechs analysierten Rennen. Die Hälfte des Feldes änderte in der Schlussstunde die Position um mehr als ±1. Dazu 15 Führungswechsel unter 6 Führenden. Wer Daytona für entschieden hielt, lag bis zur letzten Runde falsch.
Null Ausfälle — der Daytona-Konstante
Auch 2026 erreicht in der GTP praktisch das gesamte Feld das Ziel: 0 % Ausfallquote. Über alle drei Daytona-Ausgaben bleibt die Topklasse ohne nennenswerte Attrition — der konsistenteste Kontrast zur Hypercar-Klasse in Le Mans.
Mythos Nacht-Degradation
Kein Nacht-Effekt: Das Tag/Nacht-Delta der Topklasse liegt bei +0,3 km/h. Der Befund ist über sechs Rennen hinweg eindeutig — eine systematische Nacht-Degradation existiert in den modernen Topklassen nicht.
Vergleichbarkeit
Das Pace-Delta GTP → LMP2 liegt bei 3,8 s pro Runde — typisch eng für Daytona und weit entfernt von den über 10 s in Le Mans 2026. Dieselben Kennzahlen — Pace-Ranking, Zuverlässigkeit, Nacht-Delta, Schlussstabilität, Führungswechsel und Siegmarge — werten wir für jedes der sechs Rennen identisch aus, damit Schauplatz und Jahr direkt vergleichbar bleiben.
Auswertung über die stundengenauen Klassifikationen, reproduzierbar abgeleitet.

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